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Kontexte 13.11.2016


Johann Nestroys Kometenlied

https://de.wikipedia.org/wiki/Kometenlied - 08-11-2015


Das Kometenlied ist ein berühmtes Wiener Couplet aus der Posse Der böse Geist Lumpacivagabundus (UA: April 1833) von Johann Nestroy. Die Musik stammt von Adolf Müller senior. Den Text hatte Nestroy bereits für die nicht aufgeführten Possen Genius, Schuster und Marqueur sowie Der Feenball geschrieben (allerdings noch ohne die Musik Müllers) und danach im Lumpacivagabundus verwendet.
Das Kometenlied beklagt den Verfall der Welt und die Torheit der Menschen und sagt den Weltuntergang, hervorgerufen durch einen auf die Erde stürzenden Kometen, voraus. Der Refrain lautet: „Die Welt steht auf kein’ Fall mehr lang.“

Das Kometenlied wurde ursprünglich von Nestroy selbst in der Rolle des Knieriem gesungen, welcher als einzige Figur an die letztendlich doch nicht eintretende zerstörerische Wirkung des Kometen glaubt. Es ist im dritten Akt die achte Szene und wird von einem pseudowissenschaftlichen Monolog eingeleitet, in dem Astronomie und Astrologie vermischt werden und der Nestroys Komik berühmt machte. – Viele österreichische Schauspieler haben es interpretiert und mit aktuellen Zusatzstrophen angereichert.

Mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Kometenlied



Uno-Konferenz in Marrakesch

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/uno-klimakonferenz-in-marrakesch-was-der-gipfel-bringt-und-was-nicht-a-1119885.html - 08-11-2016.


Was der Klimagipfel bringt - und was nicht

Streit ums Geld, Debatte über die richtige Strategie - konkrete Beschlüsse? Ab Montag tagt die Uno-Klimakonferenz in Marrakesch: Fragen und Antworten zu einer verzwickten Veranstaltung.
Von Axel Bojanowski

Mehr: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/uno-klimakonferenz-in-marrakesch-was-der-gipfel-bringt-und-was-nicht-a-1119885.html



Über die Sorge für das gemeinsame Haus

Aus: Papst Franziskus, Enzyklika LAUDATO SI', über die Sorge für das gemeinsame Haus. Rom 2015.


1. "Laudato si’, mi’ Signore – Gelobt seist du, mein Herr", sang der heilige Franziskus von Assisi. In diesem schönen Lobgesang erinnerte er uns daran, dass unser gemeinsames Haus wie eine Schwester ist, mit der wir das Leben teilen, und wie eine schöne Mutter, die uns in ihre Arme schließt: “Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde, die uns erhält und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter.”

2. Diese Schwester schreit auf wegen des Schadens, den wir ihr aufgrund des unverantwortlichen Gebrauchs und des Missbrauchs der Güter zufügen, die Gott in sie hineingelegt hat. Wir sind in dem Gedanken aufgewachsen, dass wir ihre Eigentümer und Herrscher seien, berechtigt, sie auszuplündern. Die Gewalt des von der Sünde verletzten menschlichen Herzens wird auch in den Krankheitssymptomen deutlich, die wir im Boden, im Wasser, in der Luft und in den Lebewesen bemerken. Darum befindet sich unter den am meisten verwahrlosten und misshandelten Armen diese unsere unterdrückte und verwüstete Erde, die „seufzt und in Geburtswehen liegt“ (Röm 8,22 ). Wir vergessen, dass wir selber Erde sind (vgl. Gen 2,7 ). Unser eigener Körper ist aus den Elementen des Planeten gebildet; seine Luft ist es, die uns den Atem gibt, und sein Wasser belebt und erquickt uns.



Aufruf

Aus: Papst Franziskus, Enzyklika LAUDATO SI', über die Sorge für das gemeinsame Haus. Rom 2015.


13. Die dringende Herausforderung, unser gemeinsames Haus zu schützen, schließt die Sorge ein, die gesamte Menschheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen, denn wir wissen, dass sich die Dinge ändern können. Der Schöpfer verlässt uns nicht, niemals macht er in seinem Plan der Liebe einen Rückzieher, noch reut es ihn, uns erschaffen zu haben. Die Menschheit besitzt noch die Fähigkeit zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Haus aufzubauen. Ich möchte allen, die in den verschiedensten Bereichen menschlichen Handelns daran arbeiten, den Schutz des Hauses, das wir miteinander teilen, zu gewährleisten, meine Anerkennung, meine Ermutigung und meinen Dank aussprechen. Besonderen Dank verdienen die, welche mit Nachdruck darum ringen, die dramatischen Folgen der Umweltzerstörung im Leben der Ärmsten der Welt zu lösen. Die jungen Menschen verlangen von uns eine Veränderung. Sie fragen sich, wie es möglich ist, den Aufbau einer besseren Zukunft anzustreben, ohne an die Umweltkrise und an die Leiden der Ausgeschlossenen zu denken.

14. Ich lade dringlich zu einem neuen Dialog ein über die Art und Weise, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten. Wir brauchen ein Gespräch, das uns alle zusammenführt, denn die Herausforderung der Umweltsituation, die wir erleben, und ihre menschlichen Wurzeln interessieren und betreffen uns alle. Die weltweite ökologische Bewegung hat bereits einen langen und ereignisreichen Weg zurückgelegt und zahlreiche Bürgerverbände hervorgebracht, die der Sensibilisierung dienen. Leider pflegen viele Anstrengungen, konkrete Lösungen für die Umweltkrise zu suchen, vergeblich zu sein, nicht allein wegen der Ablehnung der Machthaber, sondern auch wegen der Interessenlosigkeit der anderen. Die Haltungen, welche – selbst unter den Gläubigen – die Lösungswege blockieren, reichen von der Leugnung des Problems bis zur Gleichgültigkeit, zur bequemen Resignation oder zum blinden Vertrauen auf die technischen Lösungen. Wir brauchen eine neue universale Solidarität. Wie die Bischöfe Südafrikas sagten, „bedarf es der Talente und des Engagements aller, um den durch den menschlichen Missbrauch der Schöpfung Gottes angerichteten Schaden wieder gutzumachen“. Alle können wir als Werkzeuge Gottes an der Bewahrung der Schöpfung mitarbeiten, ein jeder von seiner Kultur, seiner Erfahrung, seinen Initiativen und seinen Fähigkeiten aus.



Ein Abendsegen

Aus: Maria Otto / Ludger Hohn-Morisch. In: Begleitet von guten Mächten. Segensworte für ein ganzes Leben. Sonderband 2004, herausgegeben von Ulrich Sander. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2004.


Vater, wenn wir die Augen schließen,
dann sei's nicht, um abzublenden,
was ringsum uns anstarrt an Elend und Leid,
sondern um tief innen,
deinem Blick zu begegnen, der uns stärkt.

Vater, wenn wir die Augen erheben zum Himmel,
dann sei's nicht,
um in Glanz und Gloria zu entfliehen,
sondern um uns den Lichtwellen zu öffnen,
die uns kommen aus der Verklärung
und der Auferstehung.

Vater, wenn wir genau und gerade ins Auge fassen,
was vor uns steht,
dann sei's nicht, um zu nörgeln
und zu verdammen,
sondern um in Wahrhaftigkeit zu entsprechen,
zu verstehn und wohl zu tun,
damit wir ein Segen sind.



Worauf es im Leben und Tod ankommt, ist der neue Anfang

Aus: Elisabeth Moltmann-Wendel, Jürgen Moltmann, Leidenschaft für Gott. Worauf es ankommt. Herder Verlag Freiburg Basel Wien 2006.


Die Frage, ob diese Welt ein Ende hat, ist eine typisch apokalyptische Frage. Manche sprechen vom »Ende aller Dinge« (I. Kant), andere vom »Ende der Welt« oder vom »Ende der Weltgeschichte« (Hegel). Warum fragen wir nach dem Ende? Können wir den gegenwärtigen Zustand der Dinge nicht mehr aushalten? Haben wir genug von dieser Welt? Oder fürchten wir um den Bestand der Dinge, die uns lieb und teuer sind? Ist nur gut, was auch gut endet? Oder ist ein Ende mit Schrecken besser als dieser Schrecken ohne Ende? Jeder Gedanke an »das Ende« ist zweideutig: Er kann uns faszinieren, er kann uns aber auch erschrecken.

In der christlichen Theologie werden die Fragen nach dem Ende als »die letzten Fragen« in der Eschatologie behandelt. Eschatologie ist die »Lehre von den letzten Dingen« (ta eschata). Zum Schluss soll die göttliche »Endlösung« aller ungelösten Probleme im persönlichen Leben, in der menschlichen Geschichte und im Kosmos kommen. Apokalyptische Fantasie hat das große Weltgericht Gottes am jüngsten Tag immer mit feuriger Leidenschaft ausgemalt: Die Guten kommen in den Himmel, die Bösen in die Hölle, und die Erde wird im Feuerbrand vernichtet. Wir kennen auch die apokalyptischen Bilder vom Endkampf zwischen Gott und dem Satan, Christus und dem Antichrist, den Guten und den Bösen im »Tal von Harmaggedon«.

Alle diese Ideen und Bilder sind gut apokalyptisch, aber sind sie auch christlich? Die authentische christliche Zukunftserwartung hat gar nichts mit solchen Endlösungen zu tun, denn ihr Brennpunkt ist nicht das Ende des Lebens, das Ende der Geschichte oder das Ende der Welt, sondern der Anfang des wahren Lebens, der Anfang des Reiches Gottes und der Anfang der Neuschöpfung aller Dinge zu ihrer bleibenden Gestalt. Als Dietrich Bonhoeffer am 9. April 1945 zur Hinrichtungsstätte im Konzentrationslager Flossenbürg gebracht wurde, verabschiedete er sich von seinen Mitgefangenen mit den Worten: »Das ist das Ende – für mich der Beginn des Lebens«. Man ist an das Gedicht von T. S. Elliot erinnert: »In the end is my beginning«.

Enderwartungen sind nur dann christlich zu nennen, wenn sie ihre Zukunftshorizonte aus der Erinnerung an den Tod Christi am Kreuz und seiner Auferstehung von den Toten in die kommende Herrlichkeit Gottes entwickeln. Denn auch das Ende Christi: es war doch sein wahrer Anfang. Christliche Hoffnung zieht nicht die Linien der vergangenen und gegenwärtigen Entwicklungen der Weltgeschichte in die Zukunft aus, um dann Mutmaßungen über ein gutes oder meistens ein schlechtes Ende aufzustellen. Sie nimmt vielmehr im Tod Christi die Vorwegnahme des Endes dieser Weltzeit von Sünde, Tod und dem Bösen wahr, weil sie in der Auferstehung Christi die Erlösung vom Bösen im Anfang des neuen Lebens und der Neuschöpfung aller Dinge erkennt und in den Energien des Geistes Christi schon hier und jetzt den neuen Anfang erfährt. Das ist die Wiedergeburt zu einer lebendigen Hoffnung.

Wie geschieht das? Keiner muss vollkommen sein, aber jeder und jede muss fähig sein, von Neuem anzufangen. Worauf es im Leben und Tod ankommt, ist der neue Anfang.



Weltgebetstag für verfolgte Christen

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at). Alle Rechte vorbehalten.



20. Jahrhundert war "Jahrhundert der christlichen Märtyrer"

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Finnland 1940

Aus: Die Gedichte von Bertolt Brecht in einem Band. Suhrkamp Verlag, Frnakfurt am Main 1995 (1981).



Erlösung und die Zerstörung dieser Welt

Aus: Anselm Grün, Erlösung. Ihre Bedeutung in unserem Leben. Kreuz Verlag, Stuttgart 2004.



Der Sozialstaat und die Gottesliebe

Aus: Leben 2010. Eine Lesebuch. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2010.



Arbeit

Aus: Peter Modler, Für Wanderer und Krieger. Männergebete. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2004.



Netze Gottes

Aus: Reinhold Stecher, Augenblicke, Innsbruck Wien: Tyrolia-Verlag 2003.



Das Hohelied des Tröstens

Aus: Klaus Schäfer, Trösten, aber wie? Regenburg 2009.



Neue Einsichten - neue Kräfte

Aus: Reinhold Stecher, Augenblicke, Innsbruck Wien: Tyrolia-Verlag 2003.



Segen

Aus: Gebete für das ganze Leben, Leipzig 2004.



Kraft zum Widerstand

Aus: Ferdinand Kerstiens, Fragender Glaube - Kraft zum Widerstand, Luzern 2003.