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Kontexte 11.12.2016


Wem nachfolgen?

Aus: Martin Dreyer, Jesus rockt. Pattloch, München 2011.


Ich habe neulich einmal einen Artikel über eine sehr große Gemeinde in den USA gelesen. Die Kirche wuchs jedes Jahr um viele hundert Mitglieder, und sie hatte einen positiven Einfluss auf die ganze Stadt. Man musste dort fünf Gottesdienste pro Woche organisieren, damit alle Mitglieder die Möglichkeit bekamen, in die Kirche zu gehen. Schließlich baute man ein größeres Gebäude, dann ein noch größeres, mit einem Parkhaus vor der Tür. Bis zu 3000 Leute hatte in dem neuen Saal Platz. Aber dann passierte etwas, das die ganze Gemeinde gespalten hat. Beim Pastor entstand der Wunsch, in einer anderen Stadt eine neue Kirche aufzumachen. Schließlich wurde ein Nachfolger gefunden, er und seine Familie packten ihre Sachen und zogen weg. Nach nur drei Monaten brach die ganze Kirche zusammen! Es kamen immer weniger Leute in die Gottesdienste, die Mitgliederzahl schrumpfte, und damit gab es auch immer weniger Spender. Schließlich ging der Trägerverein pleite, und am Ende war die ganze Gemeinde platt. Da frag ich mich doch, wem die Mitglieder eigentlich nachgefolgt sind: Jesus oder dem Pastor? Wären sie Jesus nachgefolgt und wegen ihm in die Gemeinde gegangen, sie hätten sie garantiert nicht verlassen. Die Spaltung wäre verhindert worden.



Jesus und Johannes

Aus: Michael Broch, Jesus, Mit ganzem Herzen denken und glauben, Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2013.


Gibt es keine andere Botschaft? – doch! Jesu Botschaft ist ganz anders. Und das spürte auch Johannes. Beide kannten sich. Jesus schätzte den Johannes. Wegen seiner Gradlinigkeit hatte ihn die politische Elite ins Gefängnis gesteckt. Und weil Jesus so ganz anders war, fragt Johannes, ob er der ersehnte Messias sei. Und Jesus lässt Johannes ausrichten: „Blinde sehen wieder, und Lahme gehen; aussätzige werden rein, und Taube hören..., den Armen wird das Evangelium verkündet. Jesus fügt noch hinzu: „Selig, wer an mir keinen Anstoß nimmt“ (Mt. 11, 2 – 6). Jesus geht am Täufer vorbei, dessen Gerichtspredigt er mit seiner Botschaft vom bedingungslos liebenden Gott hinter sich lässt. Wie Johannes mit dieser ganz anderen Botschaft umgegangen ist, darüber erfahren wir nichts.
Aber das beschäftigt mich: „Selig, wer an mir keinen Anstoß nimmt!“ Die Geschichte der Kirche zeigt sehr wohl, dass die Kirche recht oft Anstoß an ihrem Herrn genommen hat. Sie ist immer wieder der Gefahr erlegen, sich eher an der düsteren und Angst machenden Drohbotschaft des Johannes zu orientieren als an der Frohen Botschaft Jesu.
Wenn ich Jesus in den Evangelien nachspüre, dann bin ich fasziniert von einem Mann mit einer unvergleichlichen Ausstrahlung. Fasziniert von einer Botschaft, die menschlich ist, die Ängste nimmt und die aufatmen lässt. Eine Botschaft, die sagt, dass Gott uns gut will, dass er uns liebt – ohne Vorbedingungen. Ich glaube, das sagt Jesus heute.



An die Zukunft glauben

Timothy Radcliffe in: Eine Nacht voller Wunder. Gesegnete Weihnachten. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2013.



Wenn Gott zurückkommt

Aus: Tomás Halik, Berühre die Wunden. Über Leid, Vertrauen und die Kunst der Verwandlung. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2013.



Ringkampf der Gedanken

Aus: Susanne Niemeyer / Matthias Lemme, Brot und Liebe. Wie man Gott nach Hause holt. Kreuz Verlag in der Verlag Herder GmbH. Freiburg im Breisgau 2013.



Dürre

Aus: Christine Busta, Salzgärten. Gedichte. Otto Müller Verlag, Salzburg 1978 (1975).



Evangelii Gaudium

Aus: Evangelii Gaudium, Apostolisches Schreiben des Heiligen Vaters Papst Franziskus. Rom, 24. November 2013.



Adventsegen

Aus: Roland Breitenbach / Stefan Philipps, Segen für Dich. Ein begleitbuch durch das Jahr. Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 2005.



Friedensnobelpreis an Liu Xiaobo

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,722088,00.html



Schreiben kann die Gesundheit gefährden

DiePresse.com 02.12.2010 | 18:38 |



Unermüdlich Frieden schaffen: Thomas Merton

Aus: Pierre Stutz, geborgen und frei. Mystik als Lebensstil. Kösel Verlag, München 2008.



Johannes der Täufer: Der wilde Mann

Aus: Anselm Grün, Kämpfen und lieben. Wie Männer zu sich selbst finden. Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach 2003.



Wer war Jesus?

Aus: Ludger Schulte, Gott suchen - Mensch werden. Vom Mehrwert des Chrstseins. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2006.



Widersprüche

Aus: Siegfried Eckert, Gott in den Ohren liegen. Gebete. Mit einem Vorwort von Fulbert Steffensky. Kreuz Verlag, Stuttgart 2008.



Warten

Aus: Anselm Grün, Weihnachten – Einen neuen Anfang feiern, Freiburg 1999, Seite 16f



Erwartet werden

Aus: Wolfgang Bader, Türen zum Advent, München, 2. Auflage, 2002, Seite 53f



Jesus ist der Herr

Aus: Richard Rohr, Das entfesselte Buch, Eine Einführung in die Bibel, Freiburg 2003, Seite 219f



Blinde sehend machen

Aus: Ferdinand Kerstiens, Große Hoffnungen – erste Schritte, Glaubenswege durch das Lesejahr A, Seite 22f