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Kontexte 29.01.2017


Psalm

Hans Dieter Hüsch nach Ps. 126.
In: http://www.kirche-bayenthal.de/images/kontakte/kontakte_02_2015_Screen.pdf


Ich bin vergnügt, erlöst, befreit.

Gott nahm in seine Hände meine Zeit,
mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen,
mein Triumphieren und Verzagen,
das Elend und die Zärtlichkeit.

Was macht, dass ich so fröhlich bin
im meinem kleinen Reich?
Ich sing und tanze her und hin
vom Kindbett bis zur Leich.

Was macht dass ich so furchtlos bin
an vielen dunklen Tagen?
Es kommt ein Geist in meinen Sinn,
will mich durchs Leben tragen.

Was macht, dass ich so unbeschwert
und mich kein Trübsinn hält?
Weil mich mein Gott das Lachen lehrt
wohl über alle Welt.



Angst

Nelson Mandela, Antrittsrede als Präsident von Südafrika, Mai 1994.
In: https://www.ekd.de/frieden/texte.html


"Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht,
dass wir den Anforderungen nicht gewachsen sind.
Unsere tiefgreifendste Angst ist,
dass unsere Kraft jedes Maß übersteigt.

Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit
macht uns am meisten Angst.
Wir fragen uns, wie kann ich es wagen,
brillant, hinreißend, talentiert und fabelhaft zu sein?

Doch in der Tat, wie kannst du es wagen,
dies alles nicht zu sein?
Du bist ein Kind Gottes.
Wenn du dich klein machst,
erweist du damit der Welt keinen Dienst.

Es ist nichts Erleuchtetes daran, dich zu ducken,
damit sich andere Leute
in deiner Gegenwart nicht unsicher fühlen.

Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes,
der in uns ist, zu verwirklichen.
Und er ist nicht nur in einigen von uns;
er ist in jedem Menschen.

Und wenn wir unser eigenes Licht strahlen lassen
geben wir unbewusst den anderen Menschen
die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben,
befreit unsere Gegenwart automatisch auch andere."



Seligpreisungen

Klaus Hemmerle, Bischof von Aachen
In: http://www.klaus-hemmerle.de/


Selig,
die das Interesse des anderen
lieben wie ihr eigenes -
denn sie werden Frieden und Einheit stiften.

Selig,
die immer bereit sind,
den ersten Schritt zu tun
denn sie werden entdecken,
daß der andere viel offener ist,
als er es zeigen konnte.

Selig,
die nie sagen: Jetzt ist Schluß! -
denn sie werden den neuen Anfang finden.

Selig,
die erst hören und dann reden -
denn man wird ihnen zuhören

Selig,
die das Körnchen Wahrheit in jedem
Diskussionsbeitrag heraushören -
denn sie werden integrieren
und vermitteln können.

Selig,
die ihre Position nie ausnützen
denn sie werden geachtet werden.

Selig,
die nie beleidigt oder enttäuscht sind;
denn sie werden das Klima prägen.

Selig,
die unterliegen und verlieren können;
denn der Herr kann dann gewinnen.



Sechs neue Seligpreisungen

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/papst-nennt-sechs-neue-seligpreisungen


Ins Zentrum seiner Predigt zu Allerheiligen stellte Papst Franziskus in Malmö die Seligpreisungen: Sie seien "in gewisser Weise der Personalausweis des Christen, der ihn als Anhänger Jesu ausweist". Christus berufe die Gläubige, Selige zu sein. Neben die Seligpreisungen aus dem Matthäus-Evangelium stellte Franziskus sechs neue:

Selig, die im Glauben das Böse ertragen, das andere ihnen antun, und von Herzen verzeihen.
Selig, die den Ausgesonderten und an den Rand Gedrängten in die Augen schauen und ihnen Nähe zeigen.
Selig, die Gott in jedem Menschen erkennen und dafür kämpfen, dass andere auch diese Entdeckung machen.
Selig, die das "gemeinsame Haus" schützen und pflegen.
Selig, die zum Wohl anderer auf den eigenen Wohlstand verzichten.
Selig, die für die volle Gemeinschaft der Christen beten und arbeiten.



Loben und Preisen

Predigt von Wolfgang Vögele am 31.10.2014 „Auf der Achterbahn der Seligpreisungen“
http://predigten.evangelisch.de/predigt/auf-der-achterbahn-der-seligpreisungen-predigt-zu-matthaeus-51-10-von-wolfgang-voegele


Man muß auf den Namen achten: Die Seligpreisungen wollen Menschen preisen. Sie heben sie auf Worten in den Himmel. Irgendwo in der Menschenmenge, auf dem Berg, wo Jesus redet, aber auch im Park in der Sommernacht, da verbergen sich unerkannt die Barmherzigen, die Friedensstifter, die Sanftmütigen. Jede Gemeinde und jede Gesellschaft braucht sie dringend als Gegengewicht zu all den glaubenden Mauerbauern, den kirchlichen Einzäunern, den frommen Türwächtern, Türhütern und Türstehern, zu den spirituellen Grenzpolizisten, den dogmatischen Besserwissern und vielen anderen, die den Gemeinden das Leben schwer machen.

Keine Frage: Der Jesus der Bergpredigt redet auch über das Gesetz, gerade über das Gesetz, das zum Glauben verhelfen soll. Aber diese Passagen gehören für ihn nicht an den Anfang. Am Anfang der Bergpredigt stehen Loben und Preisen. Preisen ist solch ein altmodisches Wort geworden, der Prediger traut sich kaum, es aufs Papier zu schrieben. Preisen übertrifft das banale und achtlose "Gefällt mir" der sozialen Netzwerke. Wer einen anderen Menschen preisen will, der muß ihn erst kennen lernen, der muß Ahnung haben von seinem Handeln, Denken und Fühlen. Noch viel mehr gilt das, wenn Jesus sagt: Gott preist die Menschen, die barmherzig sind. Gott preist die Menschen, die leiden. Gott preist die Menschen, die Frieden stiften.



Seligpreisungen für Sportler und Sportlerinnen

http://www.willigis-online.de/seligpreisungen-fuer-sportler-und-sportlerinnen/


Selig, die verlieren können und trotzdem an dich glauben.
Selig, die Zweiten und Folgenden, die Freude an der Kameradschaft haben.
Selig, die das Siegenkönnen als Geschenk annehmen.
Selig, die im Kämpfen das Wohl der anderen nicht vergessen.
Selig, wer im anderen auch den Menschen sieht, nicht nur den Gegner.
Selig, die Erfolgreichen, die erkennen, das nichts ohne die anderen geht.
Selig, die auf der Ersatzbank sitzen, denn auch sie gehören dazu.
Selig, die Teamgeist haben, denn sie werden nicht allein sein.
Selig, die Fair Player, denn sie sind die wahren Gewinner.
Selig, die jubeln, denn sie werden Freude haben.
Selig, die das Spiel des Lebens gewinnen.



Ein neuer Lebensstil

Aus: Richard Rohr, Das entfesselte Buch, Freiburg 2003.



Eine Rede, die alles auf den Kopf stellte

Aus: Heiner Geißler, Was würde Jesus heute sagen? Die politische Botschaft des Evangeliums, Berlin 4. Aufl. 2003.



Glaube, der zum Leben befreit

Aus: Paul M. Zulehner, Band 1 Fundamentalpastoral, Düsseldorf 2. Auflage 1991.



Eine stille Autobiographie Jesu

Aus: Joseph Ratzinger, Benedikt XVI., Gott und die Welt: Ein Gespräch mit Peter Seewald, München 2005.



"Wehe der Welt!"

Aus: Gerard Rossé, Der Pfarrer von Ars, München, 2. Auflage, 2003.



Glücklich alle, die wissen

Weisheit der Bibel, nach dem Matthäusevangelium 5,3-10 Aus: Möge das Glück dich begleiten. Worte, die durchs Leben tragen. Hrsgg. Vonb Sylvia Müller und Ulrich Sander. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2005.



hunger und durst

Aus: Siegfried Eckert, Gott in den Ohren liegen. Gebete. Mit einem Vorwort von Fulbert Steffensky. Kreuz Verlag, Stuttgart 2008.



Bürgerliche Wohltätigkeit

Aus: Kurt Tucholsky, Gedichte in einem Band. Hrsgg. Von Ute Maak und Andrea Spingler. Insel Taschenbuch, Frankfurt am Mai und Leipzig 2006.



Der Neue Mensch

Aus: Hans Magnus Enzensberger. Gedichte 1950-2005. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2006.



In einer Zeit,

Aus: Karlheinz May, Vom Duft der Auferstehung. Die vier Evangelien in Auszügen mit Meditationen, kommentierenden Texten und Zeichnungen. Im Eigenverlag (Holsteinstr 1, D-51065 Köln).



Feste

Aus: Iris Mandl-Schmidt, Schaff meinen Gedanken einen Weg. Gebete ins Konkrete. Matthias Grünewald Verlag, Mainz 2001