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Kontexte 12.02.2017


Gerechtigkeit

Kurt Marti


Recht:
ein Recht oft
der Stärkeren

Recht:
ein Recht oft
der Reichen
Gerechtigkeit aber
fordert Recht
für die Schwachen.

Gerechtigkeit
fordert Recht
für die Armen.

Jesus starb
für die Macht
der Gerechtigkeit.

Jesus starb
durch das Recht
der Mächtigen.



Nobody’s Perfect

Jessie J (Jessica Ellen Cornish):
www.songtexte.com/uebersetzung/jessie-j/nobodys-perfect-deutsch-43d6fbaf.html
Engl. Originalversion unter:
http://www.songtexte.com/songtext/jessie-j/nobodys-perfect-bbf2982.html


Wenn ich nervös bin, habe ich diese Sache, dass ich zu viel rede
Manchmal kann ich zur Hölle nochmal nicht still sein
Es ist als ob ich jemandem erzählen muss, irgendjemandem der zuhört
Und das ist wo ich anscheinend Scheiße baue

Yeah, ich vergesse die Konsequenzen
Für eine Minute dort verliere ich meine Sinne
Und in der Hitze des Augenblicks fängt mein Mund an
Die Worte beginnen zu fließen, oh

Aber ich wollte dich nie verletzen
Ich weiß, es ist Zeit, dass ich lerne,
die Leute, die ich liebe so zu behandeln wie ich geliebt werden will
Das ist eine Lektion, die ich gelernt habe

Ich hasse es, dass ich dich im Stich gelassen habe
Und ich fühle mich deswegen so schlecht
Ich denke Karma kommt wieder zurück
Denn jetzt bin ich die eine, die verletzt ist

Und ich hasse, dass ich dich im Glauben gelassen habe
Dass das Vertrauen , welches wir hatten gebrochen ist
Sag mir nicht, du kannst mir nicht vergeben
Denn niemand ist perfekt
Nein, nein, nein, nein, nein ,nein, nein, niemand ist perfekt nein

Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte
Ich schwöre, ich würde nie diese Linie gekreuzt haben
Ich sollte es für mich behalten
Aber nein, Ich ging und erzählte der ganzen Welt wie ich mich fühle und oh

Also sitze ich und realisiere
Mit diesen Tränen in meinen Augen
Ich muss mich ändern, wenn ich dich für immer behalten will
Ich verspreche, dass ich es versuchen werde

Aber ich wollte dich nie verletzen
Ich weiß, es ist Zeit, dass ich lerne,
die Leute, die ich liebe so zu behandeln wie ich geliebt werden will
Das ist eine Lektion, die ich gelernt habe

Ich hasse es, dass ich dich im Stich gelassen habe
Und ich fühle mich deswegen so schlecht
Ich denke Karma kommt wieder zurück
Denn jetzt bin ich die eine, die verletzt ist

Und ich hasse, dass ich dich im Glauben gelassen habe
Dass das Vertrauen , welches wir hatten gebrochen ist
Sag mir nicht, du kannst mir nicht vergeben
Denn niemand ist perfekt
Nein, nein, nein, nein, nein ,nein, nein, niemand ist perfekt

Ich bin kein Heiliger, nein, keineswegs, aber was ich getan habe, es war nicht cool
Aber ich schwöre, dass ich dir das nie mehr antun werde
Ich bin kein Heiliger, nein, keineswegs, aber was ich getan habe, es war nicht cool
Aber ich schwöre, dass ich dir das nie mehr antun werde

Ich hasse es, dass ich dich im Stich gelassen habe
Und ich fühle mich deswegen so schlecht
Ich denke Karma kommt wieder zurück
Denn jetzt bin ich die eine, die verletzt ist

Und ich hasse, dass ich dich im Glauben gelassen habe
Dass das Vertrauen , welches wir hatten gebrochen ist
Sag mir nicht, du kannst mir nicht vergeben
Denn niemand ist perfekt nein

Ich hasse es, dass ich dich im Stich gelassen habe
Und ich fühle mich deswegen so schlecht
Ich denke Karma kommt wieder zurück
Denn jetzt bin ich die eine, die verletzt ist

Und ich hasse, dass ich dich im Glauben gelassen habe
Dass das Vertrauen , welches wir hatten gebrochen ist
Sag mir nicht, du kannst mir nicht vergeben
Denn niemand ist perfekt yeah yeah whoa

Erzähl mir nicht, erzähl nicht
Erzähl mir nicht, du kannst mir nicht vergeben
Nein, nein, nein, nein
Denn niemand ist perfekt, nein



Zu nichts bestimmt – zu nichts verdammt

https://www.welt.de/vermischtes/article139147042/Von-unserer-Obsession-immer-perfekt-sein-zu-muessen.html



Wenn es ein Kulturphänomen gibt, das junge Menschen europa- oder sogar weltweit verbindet, dann ist es Harry Potter. Kaum jemand, der heute zwischen 20 und 35 Jahren alt ist, ist ohne Buch-, Hörbuch- oder Filmkontakt zu Joanne K. Rowlings Zauberer-Parallelwelt aufgewachsen. Die Potter-Geschichten verhandeln viele grundsätzliche Wertfragen zwischen Gut und Böse, zwischen Flüchten und Standhalten.

Doch an keinem Punkt kommen sie dem globalen Zeitgeist moderner westlicher Gesellschaften so nah wie im letzten Kapitel des zweiten Bandes „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“. Da sorgt sich der Held, ob er wohl tatsächlich in sein Schulhaus „Gryffindor“ gehöre, oder doch eher in das sinistere Haus „Slytherin“. Der weise Schulleiter Albus Dumbledore versucht ihn zu beruhigen: Harry sei nach Gryffindor gekommen, genau weil er sich gegen Slytherin entschieden habe. „Es sind unsere Entscheidungen, Harry, die zeigen, wer wir wirklich sind – viel mehr als unsere angeborenen Fähigkeiten“, sagt Dumbledore.

Dieser Satz ist ein Versprechen. Ein Versprechen, das sich auch die Autorin der Potter-Geschichten selbst gegeben haben mag, als sie, alleinerziehend, weitgehend mittellos und ohne Verlag im grauen Edinburgh an einem Kinderbuch herumschrieb, das später die Welt erobern sollte: Du bist, was du sein willst. Du bist, was du entscheidest. Du bist zu nichts bestimmt und zu nichts verdammt.

Die Kehrseite dieses Versprechens ist allerdings eine Drohung: Wenn kein Gott, keine ständische Ordnung, kein soziales Milieu, kein Elternhaus und keine biologische Ausstattung dir vorschreiben können, wer du sein sollst, dann bist du allein. Allein verantwortlich für deinen Erfolg, dein Glück, dein Leben. Und eben auch verantwortlich für Misserfolg, Unglück und Scheitern.



Die größere Gerechtigkeit ist immer die Liebe

Benedikt XVI. Ansprache vor dem Angelus zum Evangelium des 6. Sonntags im Jahreskreis am 14. Februar 2011.
https://de.zenit.org/articles/die-grossere-gerechtigkeit-ist-immer-die-liebe/


Liebe Brüder und Schwestern,
in der Liturgie dieses Sonntages folgt die Lesung der sogenannten „Bergpredigt“ von Jesus, die sich in den Kapiteln 5, 6 und 7 des Matthäusevangeliums findet. Nach den „Seligpreisungen“, die ein Programm des Lebens darstellen, verkündet Jesus das neue Gesetz, seine »Torah«, wie es unsere Brüder, die Juden, nennen. Tatsächlich sollte der Messias bei seinem Kommen auch die definitive Offenbarung des Gesetzes bringen, und genau das ist es, was Jesus erklären wird:

„Glaubt nicht, dass ich gekommen bin, um das Gesetz der Propheten abzuschaffen: Ich bin nicht gekommen, um abzuschaffen, sondern um es zu erfüllen.“ Und an seine Jünger gerichtet, fügt er hinzu: „Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen“ (Mt 5,17,20). Aber worin besteht diese „Erfüllung“ des Gesetzes Christi und diese ‚höhere Gerechtigkeit‘, von der er spricht?

Jesus erklärt es durch eine Reihe von Antithesen zwischen den alten Geboten und seiner Art, sie neu auszulegen. Jedes Mal beginnt er mit: „Ich habt gehört, dass zu den Alten gesagt wurde...“, und danach stellt er fest: „Ich aber sage euch...“. Zum Beispiel: „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein“ (Mt 5,21-22).

Und so geht es sechs Mal weiter. Diese Art zu sprechen machte einen großen Eindruck auf die Menschen, die gleichzeitig erschrocken waren, denn das: „Ich sage euch...“ bedeutete, dass Jesus für sich selber die Autorität Gottes vor dem Gesetz beanspruchte. Die Neuheit Jesu besteht im Wesentlichen in seiner „Erfüllung“ der Gebote mit der Liebe Gottes und der Kraft des Heiligen Geistes, die in ihm wohnt.

Und wir können uns, durch die Liebe zu Christus, dem Wirken des Heiligen Geistes öffnen, der uns befähigt, die göttliche Liebe zu leben. Darum wird jedes Gebot eine Forderung der Liebe, und alle werden in einem einzigen Gebot zusammengefasst: Liebe Gott mit all deinem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst.



Von unten

Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung, DBW Band 8, Seite 38.
http://www.dietrich-bonhoeffer.net/zitat/id/585/


Es bleibt ein Erlebnis von unvergleichlichem Wert, dass wir die großen Ereignisse der Weltgeschichte einmal von unten, aus der Perspektive der Ausgeschalteten, Beargwöhnten, Schlechtbehandelten, Machtlosen, Unterdrückten und Verhöhnten, kurz der Leidenden, sehen gelernt haben. Wenn nur in dieser Zeit nicht Bitterkeit oder Neid das Herz zerfressen hat, dass wir Großes und Kleines, Glück und Unglück, Stärke und Schwäche mit neuen Augen ansehen, dass unser Blick für Größe, Menschlichkeit, Recht und Barmherzigkeit klarer, freier, unbestechlicher geworden ist, ja, dass das persönliche Leiden ein tauglicherer Schlüssel, ein fruchtbareres Prinzip zur betrachtenden und tätigen Erschließung der Welt ist als persönliches Glück. Es kommt nur darauf an, dass diese Perspektive von unten nicht zur Parteinahme für die ewig Unzufriedenen wird, sondern dass wir aus einer höheren Zufriedenheit, die eigentlich jenseits von unten und oben begründet ist, dem Leben in allen seinen Dimensionen gerecht werden, und es so bejahen.



Das Ja zu Gottes gutem Willen

Aus: Theo Brüggemann, Gebete zur Bergpredigt. Verlag Ernst Kaufmann, Lahr / Friedrich Reinhardt Verlag / Basel 1971.



Weichen stellen

Aus: Ilse Pauls, Worte am Weg. Gedichte. Wolfgang Hager Verlag, Stolzalpe 2013.



Gute Gründe, um zu vergeben

Aus: Melanie Wolfers, Die Kraft des Vergebens. Wie wir Kränkungen überwinden und neu lebendig werden. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2013.



Vergeben und Versöhnen

Aus: Alois Kothgasser / Clemens Sedmak, Geben und Vergeben. Von der Kunst neu zu beginnen. Tyrolia Verlag, Innsbruck Wien 2008.



Barmherzigkeit im Kirchenrecht?

Aus: Walter Kardinal Kasper, Barmherzigkeit. Grundbegriff des Evangeliums - Schlüssel christlichen Lebens. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2012.



Sehnsucht nach Freiheit

Aus: Margot Käßmann, Sehnsucht nach Leben. Mit Bildern von Eberhard Münch. adeo Verlag 2011 (1984).



Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ

Johann Agricola (1494-1566)



Ich freu mich in dem Herren aus meines Herzens Grund

Bartholomäus Helder (vor 1653)



Die bessere Gerechtigkeit

http://www.luellemann.de/txt-111.htm (7.2.2011)



Sich im Glauben und Wort üben

Auszug aus: Martin Luther, Predigt über Mt. 5,20-26 in: http://bitflow.dyndns.org/german/MartinLuther/Matthaeus_5_20_26.html (7.2.2011)



Das Gebot der Liebe

Auszug aus: Adolf von Harnack, Das Wesen des Christentums, 4. Vorlesung (1900) http://de.wikisource.org/wiki/Das_Wesen_des_Christentums/Vierte_Vorlesung (7.2.2011)



Schick mir jemanden, der mich liebt

Better Man Lyrics Robbie Williams Lyrics http://www.golyr.de/robbie-williams/songtext-better-man-480672.html (7.2.2011)